Nachhaltige Mobilität
Mobilität spielt eine zentrale Rolle im betrieblichen und akademischen Alltag von Hochschulen. Sie ist entscheidend für die Teilnahme an Veranstaltungen von Studierenden, Mitarbeitenden und externen Gästen sowie für Dienstreisen und den Lieferverkehr. Dies macht sich auch im Emissionsausstoß der Hochschulen bemerkbar. Die Emissionen der Hochschulen werden zu 80 bis 90 % durch den Hochschulverkehr verursacht. Daraus ergeben sich große Potentiale zur Verbesserung der Nachhaltigkeit an Hochschulen durch die Implementierung nachhaltiger.
Die Notwendigkeit nachhaltiger Mobilität ist besonders in städtischen Hochschulstandorten ausgeprägt, wo der Verkehr häufig stark frequentiert ist. In diesen Gebieten ist es entscheidend, alternative Verkehrsmittel zu fördern, um die Lebensqualität zu verbessern und die Umweltbelastung zu verringern. Hochschulen können beispielsweise durch die Schaffung sicherer Fahrrad- und Fußwege, die Bereitstellung von Fahrradstellplätzen und Ladesäulen sowie die Förderung von Sharing-Programmen eine zentrale Rolle in der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätslösungen spielen. Zudem fungieren sie als Experimentierfeld, in dem innovative Ansätze zur Mobilität getestet und evaluiert werden können. Sie haben die Möglichkeit, neue Technologien und Konzepte zu entwickeln, die nicht nur auf dem Campus, sondern auch in der breiteren Gesellschaft Anwendung finden. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern sowie die Vernetzung und Kooperation mit anderen Institutionen und Unternehmen sind entscheidend, um umfassende und effektive Mobilitätslösungen zu schaffen, die den Bedürfnissen der Hochschulangehörigen und der Gemeinschaft gerecht werden.

Die Ergebnisse der FH Erfurt zur Mobilität konzentrieren sich auf Möglichkeiten zur Verringerung des motorisierten Individualverkehrs durch die Förderung der Radmobilität sowie durch Mitfahrlösungen und Carsharing. Die Umsetzbarkeit dieser Maßnahmen an Hochschulen hängt maßgeblich von standortspezifischen Voraussetzungen ab, wie der Nähe zur Stadt, der Anzahl und Entfernung der Campi sowie dem Einzugsgebiet der Hochschulen. Es wurden konkrete Potenziale untersucht und Lösungen entwickelt, die die innerstädtische Mobilität von Hochschulen mit Elementen der blau-grünen Infrastruktur verbinden. Dies stellt ein Kernelement urbaner Mobilitätskonzepte an der Schnittstelle zwischen Landschaftsarchitektur, Verkehrs- und Stadtplanung dar.

