Nachhaltige Campusgestaltung
Die Fachhochschule Erfurt führt im Rahmen des Projekts KLIMA-N umfassende Analysen mehrerer Campi deutscher Hochschulen durch und untersucht sowohl nationale als auch internationale Best-Practice-Beispiele für Nachhaltigkeitsstrategien mit einem besonderen Augenmerk auf die Themen Campus-Biodiversität und Klimaanpassung. Die Analyse hat zahlreiche Defizite in den Freianlagen der Hochschulen aufgezeigt, die sich insbesondere durch eine geringe Strukturvielfalt und einen hohen Versiegelungsgrad der Flächen auszeichnen. Diese Aspekte werden in den untersuchten Nachhaltigkeitsstrategien der Hochschulen häufig nur unzureichend behandelt oder gar nicht berücksichtigt.
Die identifizierten Probleme haben negative Auswirkungen auf die Biodiversität, die Klimaanpassung, das Regenwassermanagement, die Resilienz sowie die Qualität von Aufenthalts- und Lernräumen. Diese Themen sollten ganzheitlich betrachtet und verbessert werden, da sie in engem Zusammenhang und Wechselwirkung zueinander stehen. Beispielsweise beeinflusst eine ressourcenschonende Pflege den Strukturreichtum von Biotopen, während strukturreiche Grünflächen die Wasserhaltung verbessern können. Der Ausbau der blau-grünen Infrastruktur hat positive Effekte auf viele Bereiche der Nachhaltigkeit und trägt letztlich zur Schaffung resilienter, lebenswerter und ökologisch wertvoller Räume für Aufenthalt und Lernen bei (Wöltjen 2024; Schnepel 2024; Hergt 2025).


